Rolf Wagner

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Die ersten 5 Genossenschaftsanteile in Raten erwerben

Es gibt Genossenschaften (.z.B.: TAZ oder Greenpeace-Energy), die bieten die Möglichkeit, Genossenschaftsanteile in Raten zu erwerben.

Würde sich die GLS-Bank auch dazu entscheiden, wäre dies eine gute Kundenbindung!

 

 

Ant Empire

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Wenn man den schrittweisen Erwerb von Genossenschaftsanteilen „Ratensparen“ nennen würde, wäre das schlichtweg falsch, weil man mit dem Erwerb ja kein Sparkonto eröffnet, sondern Mitglied einer Genossenschaft (also Gesellschafter eines Unternehmens) mit entsprechenden Pflichten wird.

Unabhängig vom Begriff würde das Problem fortbestehen, dass sich niemand für so lange finanziell binden sollte, wenn er/sie es nicht mal schafft, ein paar Anteile auf einen Schlag zu bezahlen. Die GLS Bank sollte solchen Leuten also tunlichst keine derartigen Anreize geben.

Auch die Verkürzung der Kündigungsfrist halte ich für keine gute Idee. Die GLS ist ja eine Bank und muss deshalb strenge Anforderungen an das Eigenkapital erfüllen. Grundsätzlich gilt, dass Kapital, das garantiert lange zur Verfügung steht, mehr wert ist als Kapital, das recht schnell wieder abgezogen werden kann. Eine Verkürzung der Kündigungsfrist würde der GLS also wirtschaftlich schaden.

Meines Erachtens ließe sich das, was Sie vermutlich wollen, durch einen internen Zweitmarkt erreichen, bei dem die GLS Bank lediglich Mitglieder, die Anteile verkaufen wollen, zusammenbringt mit Leuten, die Anteile kaufen wollen. (Alles andere müssen die beiden unter sich ausmachen.) So könnten sich Mitglieder, wenn sich denn ein Käufer findet, schneller von Anteilen trennen ohne dass das Eigenkapital der GLS Bank betroffen wäre.

Ant Empire

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Ich glaube, diese Art der Ratenzahlung wäre für beide Seiten schlecht. Für die GLS Bank würde das einen noch höheren Aufwand bedeuten. Dabei muss die GLS Bank doch (wie alle Banken) dringend ihre Kosten senken. 

Vor allem der Kunde aber muss sich vor Augen halten, dass es keinen organisierten Zweitmarkt gibt. Er muss also davon ausgehen, dass er seine Anteile regulär mit einer Frist von fünf Jahren zum Jahresende kündigen muss. Sein Geld bekommt er aber erst nach der darauf folgenden Generalversammlung zurück. Das sind dann also schon fünf Jahre und sechs Monate. Wenn dem Kunden auch noch erst Anfang Januar einfiele, dass er doch kündigen wollte, müsste er sogar sechs Jahre und sechs Monate auf sein Geld warten. Egal wie man rechnet - das ist eine lange Zeit.

Ein Kunde, der es nicht schafft, aus seinem Sparvermögen einen Betrag für, sagen wir mal, fünf Anteile (= 500 EUR) auf einen Schlag zu zahlen, der sollte unbedingt die Finger von derart langen Anlagen lassen. Für ihn sollte das Ziel sein, erst einmal kurzfristig Kapital anzulegen, um plötzliche Ausgaben wie die kaputte Waschmaschine abzudecken. Wenn genug kurzfristiges Kapital vorhanden ist, kann schließlich ein Teil davon langfristig (z.B. in GLS Anteilen) angelegt werden. 

Aus diesem Blickwinkel betrachtet ist es also völlig richtig, dass die GLS Bank keine Ratenzahlung anbietet.

Johannes v. Streit

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Lieber Rolf,

ich persönlich finde deine Idee wirklich ziemlich klasse und werde den Vorschlag auf jeden Fall im Hause weitergeben! :)