Raimund Sichmann

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Die PSD2-Richtlinie erfordert Registrierung und Aktualität der Zahlungsverkehrsprogramme

Unregistrierte Programme - also auch ältere Programmversionen - werden in Kürze nicht mehr genutzt werden können.

Bei betroffenen Programmen ist deshalb der folgende Hinweis geschaltet:

"3078 Software nicht als FinTS-Produkt registriert. Bitte an Hersteller wenden"

Das ist noch kein Fehler, sondern ein Hinweis, der die Verarbeitung nicht unterbrechen sollte. Ist dies der Fall, dann behandelt die Software das FinTS/HBCI-Protokoll nicht korrekt. Hier hilft nur, was dort steht: Bitte an den Hersteller wenden.

Was ändert sich bei der Nutzung?

Beim PIN & TAN-Verfahren muss auch zum Abruf regelmäßig eine TAN eingegeben werden. Allein deshalb benötigen die Programme und Apps Aktualisierungen und es muss auch ein gültiger TAN-Zugang vorhanden sein. Wir werden übrigens von der Möglichkeit Gebrauch machen, die TAN lediglich alle 90 Tage zu fordern (sofern nicht mehr als 90 Tage abgerufen werden).

Was ist zu tun? Die Software muss auf den aktuellsten Stand gebracht werden. Zusätzlich sollte man unbedingt sich beim Hersteller informieren, welche Änderungen sich in Zukunft ergeben. Cloud-Angebote, bei denen der Dienstleister mit den Zugangsdaten in Berührung kommt, dürfen mittelfristig kein FinTS/HBCI mehr nutzen! Die DATEV beispielsweise stellt auf eine andere Schnittstelle um, Funktionen gehen dabei verloren:
>>Infos dazu

Es gibt keine Update mehr?

Wird das Programm nicht mehr gepflegt, hilft nur der Wechsel auf eine zugelassene Software, z.B. unser >>GLS eBank Basis

Warum ist das so?

Aus der Mitte September umzusetzenden PSD2-Richtlinie ergibt sich u.a. für Zahlungsverkehrssoftware mit FinTS/HBCI-Schnittstelle die Verpflichtung zur Registrierung. Nur so kann seitens der Banken sichergestellt werden, dass die User den Einsatz ihrer Zugangsdaten nachprüfen können. Die Registrierungspflicht gilt für jede Anwendung, die die FinTS/HBCI-Schnittstelle nutzt, sei es App oder Buchhaltungssoftware, egal ob kommerziell oder open-source.

Ab wann? Ab der KW 41 (07. Oktober 2019) wird dies voraussichtlich nötig sein.

Die Deutsche Kreditwirtschaft (www.die-dk.de) hat dazu bereits in 2018 eine Registrierungsmöglichkeit geschaffen. Entwickler können die für ihre Programme nötigen Produktkeys dort beantragen.

Infoseite und Formulare dazu: https://www.hbci-zka.de/register/prod_register.htm

Herzliche Grüße
Raimund Sichmann

Dies ist ein lebender Eintrag, den ich nach und nach aktualisieren werde. (letzte Änderung 13.09.2019)

Raimund Sichmann

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Hallo Herr Schlosser,

ich musste es nachschlagen: Die Ablehnung alter Programme wird für die Kalenderwoche 41 aktiviert, also ab dem 07.10. wird es nicht mehr funktionieren. Zwar wurden einige Termine der PSD2 verschoben, ich würde es aber nicht darauf ankommen lassen.

Ob es sein muss? Wenn man die Schnittstelle weiter nutzen möchte muss das sein.

EBICS könnte eine Alternative sein, weil hier noch andere Zeiträume gelten.

Herzliche Grüße
Raimund

 

 

juliusschlosser

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Hallo Herr Sichmann,

diese Meldung besagt -so wie ich Ihren Artikel verstehe-, dass in naher Zukunft mein bisheriger Weg nicht mehr funktionieren wird. Warum wird das nicht in Klartext mit Datumsangabe dort geschrieben? Würde eine Menge Rückfragen vermeiden... Und Ärger mit Kollegen am Telefon, die mit dieser Rückfrage nichts anzufangen wissen sondern stereotyp auf "wenden Sie Sich an den Hersteller" (impliziert dass der Text von dort komme.... und mit GLS nichts zu tun hätte...)

Und bei mir führt das dazu, dass ich mein Fakturierungsprogramm erneuern muss, Kostenpunkt ca 1.000,-€. Das ist eine schöne Zusatzeinnahme für das Softwarehaus, da ich nicht der Einzige sein werde, + Handlingsaufwand für neue Zugänge... Muss das sein?

Ich würde mich über ein "nein muss nicht sein, geht auch so ..." freuen.

Mit herzlichem Gruß

H. Julius Schlosser