Nuno Pais

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Neues Arbeiten - New Work

Die Welt verändert sich rasant, fortlaufend und energisch und mit ihr die Rahmenbedingungen für unsere persönlichen und unternehmerischen Ziele.

  • Wie agiert man in einer Umwelt, die sich zunehmend flüchtig zeigt, in der Veränderungen kaum noch vorhersehbar und Ergebnisse wenig berechenbar sind?
  • Was zählt, wenn Prognosen und Erfahrungen aus der Vergangenheit als Basis für die Gestaltung unserer Zukunft ihre Gültigkeit verlieren?
  • Wie planen und steuern wir Entwicklungen und Wachstum, wenn Ursachen und Wirkungen zu komplex sind, um ihre Zusammenhänge verstehen zu können?

Die Anforderungen an Organisationen und Menschen werden immer anspruchsvoller und scheinbar widersprüchlicher. Unsere Glaubenssätze und Wertesysteme stehen auf dem Prüfstand. Es gibt nicht mehr den einen richtigen Weg oder das eine passende Führungsinstrument. Das „Wie“ dominiert künftig das „Was“ und anstelle von gesicherten, standardisierten Prozessen treten mutige und individuelle Entscheidungen. Dieser Wandel ist etwas Wunderbares – sofern man wagt, sich darauf einzulassen und ihn als die große Chance erkennt, die er mit sich bringt. Denn er führt uns zwangsläufig zu neuen Formen der Organisation und Zusammenarbeit, die überraschende und vielfältige Potenziale freisetzen.

Wir können lernen, eine Organisation nicht mehr als einen seelenlosen und schwerfälligen Apparat zu betrachten, sondern sie als lebenden Organismus zu begreifen. Ist die Vorstellung nicht reizvoll, darauf vertrauen zu können, dass sich unser Unternehmen selbstregulierend an die Veränderungen seines komplexen Umfeldes anpasst und immer wieder zu einer neuen, optimierten Ganzheit findet?

Was macht eine solche evolutionäre Organisation aus?

Selbstführung: Die evolutionäre Weisheit der Natur löst das herkömmliche Hierarchiesystem ab, wenn es um die Gestaltung der Zukunft geht. Anstelle zentraler Autoritäten und Entscheidungen tritt die selbstorganisierende Kraft des Organismus.

Ganzheit: Der enge Fokus auf rationale Entscheidungen und berufliche Kompetenzfelder weicht und schafft neuen Raum für emotionale und intuitive Aspekte sowie das Einbringen des Einzelnen mit den Werten und dem Wertvollen seiner Ganzheit.

Evolutionärer Sinn: Statt Vorhersagen und Kontrolle schaffen Zuhören und Verständnis die Basis für eine lebendige Entwicklung aus sich selbst heraus. Dabei geben gewünschter Sinn und Zweck der Organisation die Richtung vor. (Angelehnt an Frederic Laloux: Reinventing Organizations – Ein Leitfaden zur Gestaltung sinnstiftender Formen der Zusammenarbeit, Vahlen, 2015)

Sie möchten Strukturen neu in Augenschein nehmen oder Blockaden überwinden, Wandel und Wachstum lebendig gestalten?

Sprechen Sie mich gerne an – ich freue mich auf ein gemeinsames Gedankenspiel. :-)

Patrick Held

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Lieber Nuno,

vielen Dank für für diesen spannenden Beitrag. Ich werde ihn mal bankintern weiterleiten, da wir uns auch gerade mit "Subsidiarität als Führungsprinzip." Viele gehen also gerade in die gleiche Richtung.