Karl-Heinz Hüsing

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Faire Wärme, Umstellung der Wärmeversorgung auf 100 % erneuerbare Energie

Hallo

vorab, ich bin nicht bei den Grünen, bin eher meistens abgenervt von deren Inkonsequenz, ganz besonders hier in Bochum

jetzt bin ich aber auf den Aktionsplan Faire Wärme der Grünen-Fraktion im Bundestag gestoßen:
https://www.gruene-bundestag.de/themen/bauen-wohnen-stadtentwicklung/kl…

diesen Aktionsplan kann ich nur voll unterstützen, eigentlich sind alle wichtigen Themen enthalten:

  • Energieverbrauch der Häuser senken. Vorgabe im Neubau Effizienzhaus 40, geförderte Sanierung im Bestand ab Effizienzhaus 55
  • Pflicht erneuerbare Energien zu nutzen
  • Verbot von Gas- und Ölheizungen
  • Vorrang für Nah- und Fernwärme und das erneuerbar, Nah- und Fernwärme dekarbonisieren bis spätestens 2040, bis 2030 50 % erneuerbare Wärme
  • ab 2025 sollen alle Neubauten zu 100 Prozent mit erneuerbarer Wärme versorgt werden
  • Wärmespeicher sollen gefördert werden
  • Unterstützung kommunaler Wärmeplanung
  • Bürgerenergie auch in der Wärme fördern
  • Mieter sollen vor zu hohen Umlagen nach Modernisierung geschützt werden, die Sanierungen sollen warmmietenneutral passieren
    dafür schlagen sie ein Drittelmodell vor: Kosten werden auf Vermieter, Staat (Förderung) und Mieter verteilt
  • Bauwende einleiten, es soll eine Lebenszyklusbetrachtung eingeführt werden. Die sogenannte graue Energie wird mit eingerechnet
    Holzhäuser und ökologische Dämmstoffe sollen gefördert werden
  • Schulungsprogramme für Handwerker
  • Konzepte für Gemeinschaftswohnen sollen gestärkt werden

Ähnlich wie bei der Mobilität kommt der Klimawandel beim Wohnen nicht voran. Der CO2-Ausstoß ist sogar leicht steigend. Laut Umweltbundesamt sind die Treibhausgasemissionen im Gebäudebereich von 2018 zu 2019 um 5 Mio. Tonnen angestiegen, das entspricht 4,4 %.
Deshalb ist die Wärmeversorgung ein ganz wichtiges Thema für den Klimawandel. Und es muss schnell etwas passieren wenn wir eine Chance haben wollen, die Pariser Ziele zu erfüllen.

Wichtig ist deshalb auch, in den Kommunen auf einen Sinneswandel zu drängen.
Zum Thema Suffizienz als Strategie für eine nachhaltige Stadtentwicklung ist ein gutes Buch im Oekom-Verlag erschienen, das man sich sogar kostenlos herunterladen kann: https://www.oekom.de/buch/wie-wird-weniger-genug-9783962382766?utm

schöne Grüße  Karl-Heinz Hüsing