Projektleiter/-in:

Tiny House-Dorf Rhein-Main

Das Thema „Small Living“ und die daraus resultierende Tiny House-Bewegung erlebt derzeit einen gewaltigen Aufschwung; überall in Deutschland ist von der Entstehung kleiner und großer Tiny House-Dörfer zu hören, in denen sich Menschen für eine gemeinsame, nachhaltige Lebensweise zusammenfinden. Unsere Gruppe möchte genau dieses Ziel auch in der Metropolregion Rhein-Main verwirklichen. Hier gibt es eine enorme Wohnungsnot und die Mieten steigen immer weiter. Gerade hier empfinden wir es als sehr wichtig, alternative Wohnformen zu etablieren, die mit wenig Raum und wenig Ressourcen ein gesundes Wohnen möglich machen und das Rhein-Main-Gebiet lebenswert lassen. Wer wir sind? Wir sind eine Gruppe von drei jungen Paaren mit drei Kindern und einem Hund. Wir arbeiten in unterschiedlichsten Branchen in Frankfurt am Main und Wiesbaden; unter uns sind zwei Physiotherapeuten, eine Journalistin, ein Entwicklungsingenieur, eine Beraterin für Entwicklungszusammenarbeit und ein leitender Angestellter bei PwC. Wir wohnen bereits in Tiny Häusern oder planen dies in der näheren Zukunft. Wir haben diese Wohnform fest in unserem Lebensstil verankert und sind von ihrer Klimafreundlichkeit überzeugt.
Unsere Vision ist es, dem Lebensentwurf des One Planet Life von David Thorpe aus Wales immer näherzukommen (http://www.oneplanetcouncil.org.uk/about/). Der ökologische Fußabdruck eines Menschen liegt in Deutschland im Schnitt bei über zehn Tonnen CO2 pro Jahr. Der Aufbau eines ökologischen Tiny House-Dorfes ist unser Ansatz, um unseren Fußabdruck auf ein nachhaltiges Niveau von unter zwei Tonnen CO2 perspektivisch zu senken. Dazu gehört für uns mehr, als ein paar Tiny Häuser auf einem Platz zusammenzustellen. Wir möchten mit dem Anbau von Permakultur eine Eigenversorgung von Obst und Gemüse sicherstellen und darüber hinaus mit dem Konzept der solidarischen Landwirtschaft Lebensmittel auf lokaler Ebene weiteren Verbraucher*innen zur Verfügung stellen. Wir möchten den Gebrauch von Plastik auf ein Minimum reduzieren und in unseren Häusern einen hohen Autarkie-Grad erreichen. Dazu gewinnen wir unseren Strom ausschließlich über regenerative Solarenergie. Außerdem möchten wir einen Raum bieten, um mit anderen Menschen in Kontakt zu treten und so die Idee vom nachhaltigen Wohnen weiter zu verbreiten. Langfristig gesehen ist es unser Ziel, ein erstes kleines Tiny House-Dorf zu einem Vorzeigebeispiel für nachhaltiges Wohnen aufzubauen. Dadurch können wir mit Politiker*innen im Rhein-Main-Gebiet in eine bessere Verhandlungsposition kommen, um deren Vorstellungen von der Tiny House-Bewegung positiv zu belegen. So kann der Weg für weitere Tiny House-Dörfer in der Region geebnet werden.
Weshalb stellen wir unser Konzept bei Futopolis vor? Wir suchen ein Grundstück, auf dem sich der erste Schritt unserer Vision, ein erstes kleines Tiny House-Dorf, verwirklichen lässt. Das heißt: Wir benötigen Bauland oder Grund auf einem Campingplatz für Mobilheime in der Region zwischen Frankfurt am Main und Wiesbaden. Eine Fläche ab 1000 m² könnte bereits vier oder fünf Tiny Häusern inklusive einem Selbstversorgergarten Platz bieten. Über jede Hilfestellung, jedes Angebot und jeden guten Kontakt sind wir sehr dankbar. Auch wer Fragen hat oder erst einmal mehr über unsere Gruppe wissen möchte, darf sich gerne bei uns melden. (( Teaser: Photo by James Frid from Pexels ))