Wer sein Unternehmen nachhaltiger gestalten will, kommt heute nicht mehr am Thema Cloudlösungen vorbei. Eigene Server zu betreiben wird mit steigenden Energiepreisen teurer und ist ganz nebenbei auch kosten- und ressourcenineffizient.

Der nachfolgende Artikel zeigt euch, weshalb der Umstieg auf Cloudlösungen eine nachhaltige Entscheidung ist, wieso eigene Server nicht mit grünen Rechenzentren mithalten können und beleuchtet nebenbei das Thema Datensicherheit in der Cloud.

https://hubs.ly/H0hmB8G0

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Daniel Germer

@Holger,
Leider ist hostsharing bei der Ökoproviderliste nicht dabei, wobei ich diesen wie Jan-Peter auch sehr zu schätzen gelernt habe, da arbeiten echt noch Menschen und keine Roles, Call-Center Mitarbeiter etc. Es gibt eine Gemeinwohl Bilanz in der ausdrücklich auch gezeigt wird, woher der Strom kommt, Strom ist aber nicht alles bei Cloudlösungen, sondern da arbeiten immer Menschen, wie die bezahlt werden, ob das Geld abwandert in irgendwelche Steuerparadiese oder nach Übersee, hier hat hostsharing in Deutschland klar die Nase vorn. Ich habe zwar nur ein kleines Webpaket, für das ich, wenn ich die Rechenpower und bestimmte Dinge am Geld messen würde an sehr vielen Stellen für den Preis mehr bekomme, aber was den Umgang angeht (als Nutzer bist du automatisch erst einmal Genossenschaftsmitglied die Abstimmungen geschehen online, so dass du da tatsächlich immer mitmachen kannst) Und der Genossenschaftsanteil ist nicht übermäßig hoch sondern gut stemmbar.
Also Cloudhosting ja, aber nicht nur auf den Strom, oder CO2 Bilanz, sondern auch die Kosten im Sinne der Gemeinwohlbilanz achten.

Ant Empire

Zum Thema Datensicherheit in der Cloud: Ich bin zugegebenermaßen kein IT Experte - aber ich lese die Nachrichten. Und mir scheint, dass Datendiebstahl, Datenmißbrauch und Datenpannen fast alltägliche Phänomene geworden sind. Betroffen waren von Krankenhäusern über in- und ausländische Behörden über den deutschen Bundestag bis hin zu Hochtechnologie-Unternehmen und sogar Geheimdiensten schon alle nur denkbaren Akteure. Wenn also trotzdem immer noch gebetsmühlenhaft von "Datensicherheit" gesprochen wird, dann ändert das für mich nichts daran, dass es so etwas wie Datensicherheit doch ganz offensichtlich gar nicht gibt.

Hinzu kommt, dass alle im Beitrag genannten Unternehmen ("Google, Apple, Amazon und Microsoft") dem US PATRIOT Act unterliegen und daher gespeicherte Daten auch ganz regulär, und zwar völlig ohne richterliche Anordnung, an US Behörden herausgeben müssen. Seit dem neuen US CLOUD Act von 2018 gilt das sogar für alle Daten, die auf Servern außerhalb der USA gespeichert sind.

Alle Daten, und zwar selbst die besonders geschützten personenbezogenen Daten, sind nach meinem Verständnis in einer Cloud also alles andere als sicher. Und jeder, der das versteht, müsste eigentlich zu dem Ergebnis kommen, dass eine Cloud vielleicht (ich weiß es nicht) ökonomischer oder sogar ökologischer sein mag, aber trotzdem nicht nachhaltig sein kann. Denn zur Nachhaltigkeit gehört schließlich auch der Aspekt "Soziales", bei dem es darum geht, wie wir miteinander umgehen wollen. Und dazu gehören für mich selbstverständlich auch Datenschutz und Privatsphäre, die bei einer Cloud-Lösung einfach nicht gegeben sind, obwohl sie in unserer Landesverfassung NRW, in unserem Grundgesetz und sogar in der Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen gefordert sind.

Patrick Held
Danke für diesen spannenden Post. Gerne mehr davon :)
Jan-Peter Homann

Hallo Alois,
Danke für den Link, das Thema Clouds ist ein sehr weites Feld. Betreffend Nachhaltigkeit ist Ökostrom und Energieeffizienz nur ein Feld. In Zeiten des Überwachungskapitalismus ist eine nicht unerhebliche Frage auch, wie der Cloud-Anbieter intern organisiert ist. Die Genossenschaft hostsharing eG ist ein Gemeinschaftsprojekt, das sich komplett im Besitz der Mitarbeitenden und Nutzen befindet. Sie sind Mitglied der GLS-Bank und der Gemeinwohlökonomie und den Nachhaltigkeitsbericht findet man unter https://www.hostsharing.net/vorteile/nachhaltigkeit-und-soziale-gemeins… ich selbst bin dort ein "kleines" Mitglied, dass nur eine Webseite und eine perönliche NexTCloud hostet, es gibt aber mittelständige Unternehmen, die dort komplexe Managed Server Anwendungen betreiben (lassen). Die Form der Genossenschaft bietet Unabhängigkeit von von rein Profit orintierten Investoren und die Möglichkeit zur Mitbestimmung der Geschäftspolitik (wenn man es denn will...). Mit 19 Jahren Geschäftsbetrieb hat die Hostsharing eG gezeigt, dass Sie über ein solides Geschäftsmodell verfügen.

Holger Wendler

Hallo Alois, kennst du die von der Hochschule Trier betreute Ökoproviderliste?
http://green-software-engineering.de/oekoprovider.html
Dort werden Webhoster aufgeführt, die ihre Server mit Ökostrom betreiben. Alle sind unterteilt in drei, von der Herkunft des Stroms abhängigen Qualitätsklassen. Eine gute Orientierungshilfe, um eine nachhaltige Cloudlösung zu finden, oder?
Viele Grüße, Holger